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Gutes mit Grüner Soße

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter in seiner Schwäche
zog sich in rauhe Berge zurück!"

So beginnt Goethes Osterspaziergang.
Und wäre der (historische)
Faust kein Schwabe aus Knittlingen,
sondern käme aus Hessen,
wie der Altmeister selbst, er ließe ihn dies Gedicht
ganz bestimmt
mit folgenden Worten enden:

".hier ist des Volkes wahrer Himmel,
zufrieden jauchzet Klein und Groß,
's gibt wieder Kräuter für Grün' Soß'."

Verbürgt ist jedenfalls, daß Goethes Mutter, eine geborene Textor, als echt Frankfurter Mädchen, ihrer Familie Grüne Soße zubereitet hat (lassen). Natürlich nur zwischen der Osterzeit und Frühsommer, wenn die dafür notwendigen Kräuter frisch aus dem Garten zu haben waren.

Um deren richtige Auswahl entbrannte schon mancher "Glaubenskrieg". Hinein gehören, - soweit sind sich alle einig - Sauerampfer, Schnittlauch, Kresse, Petersilie, Borretsch, Zitronenmelisse und Pimpernelle. Dill als weitere Zutat schmeckt meines Erachtens nicht schlecht dabei, ist jedoch manchmal unter Kennern, wenn es um die "reine Lehre" geht, der casus belli.

Wie dem auch sei: diese Kräuter fein gehackt, mit saurer Sahne verrührt und mit gekochten Eiern, die durch ein feines Sieb gestrichen wurden, eingedickt, mit Zitronensaft,etwas Zucker und Salz abgeschmeckt ist unser Hausrezept.